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Hitzelauf – 5 Tipps um auch zu dieser Jahreszeit trainieren zu können

Ich stehe auf der in der prallen Sonne glühenden Tartanbahn und bereite mich auf ein intensives Intervallprogramm vor. Der Schweiß rinnt jetzt schon in Strömen und ich habe einen kamelwürdigen Durst. Leider stehen aber keine adäquat großen Wassereimer zum Trinken oder besser gleich zum Abtauchen parat. Egal, ich beiße mir auf die Lippen, wie immer, wenn ich etwas Biestiges durchziehe, und renne los. Hitze und Durst hin oder her, ich will jetzt trainieren! Ein paar Grad mehr als gewohnt schaden doch nicht, oder? Acht Mal 1000m möchte ich heute laufen, aber schon nach drei Läufen kämpfe ich mich im wahrsten Sinne nur noch mit meinem Willen um den Platz. Spaß? Fehlanzeige. Das hier ist einfach nur brutal anstrengend. Nach der Einheit falle ich erschöpft auf den Rasen, von dem ich mich den Rest des Tages nur unwesentlich fortbewege. Bestimmt habt ihr diesen Zustand auch schon erlebt. Eigentlich dachte ich immer, ich wäre beim Laufen sehr hitzeresistent, aber 2018 hat mich und viele andere Läufer eines Besseren belehrt. Die optimale Funktionstemperatur von uns Nordlichtern liegt wohl …

Getreidearten – welche Körner sind am besten für uns Sportler?

Ich glaube, in meiner Wohnung lebt ein Hirsemonster. Es verteilt mit Vorliebe während ich koche kleine gelbe Hirsekörner auf Fußboden und Herd und treibt damit meine aufräumenden Mitmenschen in den Wahnsinn. Mein Bruder liebt es besonders: Er: „Alter, Johanna, kannst du nicht mal vorsichtiger kochen und nicht so viel verschütten“ Ich: „Das bin ich nicht, dass ist das Hirsemonster!“ Er: „Warum isst du das überhaupt? Nudeln krümeln wenigstens nicht!“ Deshalb ist dieser Text besonders für ihn und für alle, die sich fragen, warum sich das Krümelzeug lohnt. Ich koche gern, häufig und vor allem kreativ. Als Inspiration dienen dabei oft die Angebote bei meinem regionalen Biomarkt Landwege. Dort stehe ich dann glücklich-grübelnd vor Hirse, Amarant, Quinoa und Co. und frage mich, inwieweit was und wofür wohl am schmackhaftesten und gesündesten ist. Mittlerweile habe ich mich so viel damit beschäftigt, dass ich wohl ein kleines Buch füllen könnte. Bevor ich euch mit Informationen überschütte, gebe ich euch aber hier lieber einen Kurzüberblick über meine Lieblingskörner: Bei meinen Expeditionen ins Google-Land und die Bücherei habe ich vor …

Ich liebe, liiiebe, liiiiiebe Volksläufe!

Jetzt mal im Ernst, wo sonst trifft man so viele gutaussehende, sportliche, fröhliche Menschen? Man hat das Gefühl, dass alle schon vor dem Start eine Endorphindusche bekommen, die sie schöner und fideler macht. Zumindest die meisten. Einige schauen natürlich auch zittrig-nervös auf ihre GPS-Uhren. Ich zum Beispiel. Am Freitag bin ich nach Monaten meinen ersten Wettkampf gerannt. Den Kowskylauf, für den ich auch eine große Gruppe von über 50 Leuten trainiert habe. Im Frühjahr hatte mich das Pfeiffersche Drüsenfieber mehrere Wochen ans Bett gefesselt und nach so einer langen, wettkampflosen Zeit waren meine Beine ganz kribbelig vor Aufregung. So kribbelig, dass ich am liebsten gleich losgerannt wäre. Aber da ich von den 1020 Startern ungefähr 500 kannte, habe ich natürlich versucht so entspannt wie möglich auszusehen. Ist es mir gelungen? Das wissen nur die, die da waren (jetzt müsst ihr bitte sagen: „Ja liebe Johanna, du sahst wie immer wunderbar-frisch-entspannt aus“). 😉 Der Kowskylauf ist ein Team- und Firmenlauf. Mein Team hatte ich ganz kurzfristig rekrutiert und vergessen zu erwähnen, dass es sich durchaus um …

6 Tipps, die du eine Woche vor dem Wettkampf unbedingt beachten solltest

Es gibt Wettkampfrituale, die ich nie verstehen werde. Nudelpartys zum Beispiel, oder Leute, die direkt vor dem Wettkampf noch einen „Testlauf“ machen. Andere Rituale sind natürlich meega wichtig. Zum Beispiel das Waschen der Glückssocken. Ähhh Naja ich mache das auf jeden Fall. Aber jetzt mal im Ernst. Es gibt immer noch viele Gerüchte, was man vor dem Wettkampf machen sollte und vieles davon ist aus meiner Erfahrung wirklich verbesserungswürdig. In den 15 Jahren, die ich schon Wettkämpfe bestreite, habe ich vieles (teils sehr leidvoll) gelernt. Viel Spaß mit meinen Tipps und Erfahrungen: Tipp 1: Gehe niemals zu einer Nudelparty Es gibt dieses Gerücht, dass der Körper vor dem Wettkampf mit Kohlenhydraten beworfen werden sollte. Übermäßig viel zu essen ist aber total sinnfrei. Du wirst dadurch nur am Morgen vor dem Wettkampf übermäßig viel Hunger haben und mit übervollem Magen schlecht schlafen. Iss eine normal große Portion von einem gut verträglichen Lieblingsgericht. Ich esse zum Beispiel am liebsten eine Ofenkartoffel mit Kräuterquark. Tipp 2: Mache niemals eine Woche vor dem Lauf einen Probelauf Oder anders ausgedrückt: …

Finde heraus, welcher Läufertyp du bist

Meine Lieblingsnachricht bei Facebook lautet folgendermaßen: „Hey Laufbiest, ich will anfangen zu laufen, hast du ein paar gute Tipps für mich?“ Ich könnte jetzt ein paar Tipps runterschreiben, die sowieso jeder im Inneren schon kennt. Oder ich helfe wirklich. Dafür müsste ich aber verdammt viel erfragen. Laufumstände, Lebensumstände, Sportgeschichte etc. Um einen schnellen Überblick zu bekommen, deshalb ganz neu im Laufbiest-Sortiment: Lauftipps je nach Läufertyp. Wenn ihr zu meinem Training kommt, gibt es sicher noch viel, viel mehr zu sagen. Aber vielleicht findet ihr euch ja schon in dieser kleinen Aufzählung wieder. Es gibt verschiedene Typen von Läufern. Je nachdem, wer du bist, gebe ich dir verschiedene Tipps und Pläne: Der Übermotivierte: Du neigst zu übermotivierten Plänen? Du warst früher sehr fit, hast dann aber deine wirklich unfassbar große Energie auf andere Lebensbereiche gelenkt und willst nun zurück auf den Ausgangszustand? Du glaubst, auch wenn du in den letzten Jahren nichts gemacht hast, geht ein 15km Lauf immer noch locker flockig, wenn du nur willst? Nach dem Training tut dir alles weh und du bekommst …

Training für den Kowsky-Lauf – mit mir als Coach

15 Jahre Leichtathletik Training, 10 Jahre Leistungssport, 5 Jahre Trainerdasein und diesen Sommer das vierte Mal Kowsky-Training! So sieht meine Sportbilanz aus. Meine Motivation? Ich liebe es einfach, andere mit meiner Begeisterung anzustecken. Ich liebe es zu sehen, wie viel schon ein einziges Training ausmachen kann und wie schnell sich meine Läufer verbessern. Vor fünf Jahren habe ich daher zusätzlich zu meinem Leistungssportlerleben das Trainerdasein gestartet. Seitdem trainiere ich verschiedene Gruppen und gebe Personal Training. Im Moment habe ich eine ganz besonders nette Lauftruppe, die ich zusammen mit Marco Kohlmorgen gebe. Jeden Montag um 18.00 Uhr auf dem Parkplatz gegenüber vom Tierpark Neumünster. Unübersehbar denn es kommen meist über 30 Personen zum Training! Wie läuft eine Trainingsstunde bei mir ab? Viele kommen zu mir und denken wir würden, wie viele andere Laufgruppen, Kilometer schrubben. Um das klarzustellen: DAS WERDEN WIR NIE. Es gibt so viel Wichtigeres! Kilometer laufen sowieso die meisten allein genug. Mir kommt es darauf an, all das zu vermitteln, was mich als Leistungssportlerin auch weiterbringt. Dazu gehören Koordination, Dehnung, Gleichgewicht, Laufstil-Verbesserung, Barfußlaufen, …

Schokoküchlein – fertig in 5 Minuten und das mit Backen!

Ich gebe es zu, ich bin ein Schokomonster. Eines, das sich ohne seine Lieblingsnahrung ganz hilflos fühlt. Die Sätze, mit denen man mich am meisten erschrecken kann, lauten deshalb: „Du, ich hab mal das letzte Stück Schokolade genommen, du wolltest doch eh gesund leben, da hab ich mich geopfert“ (Bruder) oder „Ach, den Schokovorrat brauchtest du noch? Ich habe den für eine Geburtstagstorte verwendet“ (Mutter) oder „Ach Schokolade, ne, die habe ich vergessen mitzubringen, aber wir haben doch noch ganz viel (Mitbewohnerin, unwissend, dass ich schon alle Schokolade zum Verdunsten gebracht habe) Der letzte Satz war leider diesen Sonntag aktuell. Ich saß also ganz hilflos, erschrocken vor meinem Rechner. Vor mir ein riesen Berg Unikrams. Aber als wahres Schokomonster habe ich nicht so schnell aufgegeben, sondern einfach mit viel Kakao ein schokoladenhaltiges Ersatzprodukt gebacken.  Dadurch, dass so wenig Zeit war, wollte ich einen schnellen und raffinierten Tassenkuchen in der Mikrowelle zaubern. Schnell, nun ja, wenn so eine Idee umgesetzt werden muss, soll sie ja auch gut werden. Die Zubereitung habe ich deshalb so lange wiederholt, …

Das Grummeltier

Woran erkennt man einen Läufer, der gerade verletzungsbedingt oder virenausgeknockt nicht laufen kann? Es ist sehr einfach: Er verhält sich griesgrämig-müde-maulig und ist die ganze Zeit dabei zu zählen: die Kilometer, die er verpasst hat, die Versuche, bei denen er noch nicht wieder loslaufen konnte, alle schon abgebauten Muskeln und Ähnliches. Erkennst du dich darin wieder? Ich mich schon. Nach einer Weile ohne Laufen bin ich leicht unausstehlich und vermisse das Laufen so wie einen Freund, der viel zu lange weggefahren ist. Und das, obwohl schlechte Laune in meiner Gefühlswelt sonst ein sehr, sehr seltener Fremder ist. Diesmal war es nicht anders. Vor mittlerweile vier Wochen hat das Epstein-Barr-Virus beschlossen, mich mitten in der Saison zwei Wochen zum Liegen zu zwingen. Danach hat es mich schlapp und noch nicht laufbereit wieder zurückgelassen. Milde ausgedrückt: Ich war echt traurig. Jeden Tag wollte ich laufen, konnte aber nicht und habe daran auch wirklich absolut überhaupt gar nichts Positives gefunden. Ganz anders als mein Umfeld. Am besten hat es mein Freund, ein sehr optimistischer Schlechtelaunevertreiber ausgedrückt: Ich: „Diese …

Von Muskeln, Mangos und Meeresrauschen oder -Ein ganz normaler Tag im Trainingslager

Alle denken immer wir würden hier Urlaub machen. Irgendwie fühlt sich Urlaub aber anders an. Hier deshalb mal ein ganz normaler Tag aus meinem Trainingslager. Danach dürft ihr entscheiden ob es Urlaub ist oder nicht. 😉 Ich wache davon auf, dass meine frühaktive Trainingspartnerin um 7.00 Uhr die Tür zuzieht. „Nur noch fünf Minuten Weiterschlafen!“, mault mein inneres Schlafmonster. „Frühstück, Hunger, Sonne, wirklich grooooßer Hunger!“, schreit mein Bauch. Der Bauch gewinnt. Ich krieche also ebenfalls in die Küche (gehen wäre das falsche Wort, denn nach sieben Tagen Trainingslager fühlen sich meine Beine tonnenschwer an) und beginne, mir meinen morgendlichen Obstberg zu schnippeln. Mango und Orangen sind einfach nur fantastisch hier in Monte Gordo! Dazu gibt es gesundes, gekeimtes Müsli und eine Curcumahaselnussmilch J Klingt ungewöhnlich, ist aber sehr lecker! Nach dem Frühstück gehen (Moment, ich meine kriechen) wir zum Yoga an den Strand. Neben einem skeptischen Portugiesen tue ich so als wäre ich beweglich und bin froh als es vorbei ist. Irgendwie finde ich Yoga immer erst im Nachhinein gut. Danach geht es zum Wadenkühlen …

Regentropfensplitter

Mein Trainingspartner sagt: „Tut mir echt voll Leid und so, aber ich habe noch etwas Wichtiges vor und kann leider nicht mitlaufen.“ Er meint: „Keine zehn Pferde bekommen mich bei diesem schneidend kalten Schneeregen in das milchig trübe Nebelnass. Was soll ich da auch. Auf einem Weg, der fast so sehr Fluss ist wie der Kanal daneben“. Ich kann fast durch das Telefon hören, wie er abwehrend die Arme unter seinen drei Wollpullovern verschränkt und sich noch tiefer im flauschigen Sofa vergräbt. Heute wäre ich am liebsten auch im Sofa versunken. Der Trainingsplan schlägt nach dem zehnten Blick aber immer noch keinen Ruhetag vor. Stattdessen zeigt er unbarmherzig einen Tempodauerlauf. In der Hoffnung auf einen plötzlichen Klimawandel schiebe ich den Lauf so lange nach hinten, bis es fast dunkel ist. Schließlich versuche ich meine Familie, alle erreichbaren Trainingspartner, Freunde, Mitbewohner und sogar, sehr verzweifelt, die Haustiere zum Mitkommen zu bewegen. Ohne Erfolg. Alle haben bedauerlicherweise noch etwas Wichtiges vor. Einen Termin mit dem Sofa oder ähnliches. Ich seufze und gehe alleine raus. Gehe alleine laufen …