Alle Artikel in: Lauffutter

Getreidearten – welche Körner sind am besten für uns Sportler?

Ich glaube, in meiner Wohnung lebt ein Hirsemonster. Es verteilt mit Vorliebe während ich koche kleine gelbe Hirsekörner auf Fußboden und Herd und treibt damit meine aufräumenden Mitmenschen in den Wahnsinn. Mein Bruder liebt es besonders: Er: „Alter, Johanna, kannst du nicht mal vorsichtiger kochen und nicht so viel verschütten“ Ich: „Das bin ich nicht, dass ist das Hirsemonster!“ Er: „Warum isst du das überhaupt? Nudeln krümeln wenigstens nicht!“ Deshalb ist dieser Text besonders für ihn und für alle, die sich fragen, warum sich das Krümelzeug lohnt. Ich koche gern, häufig und vor allem kreativ. Als Inspiration dienen dabei oft die Angebote bei meinem regionalen Biomarkt Landwege. Dort stehe ich dann glücklich-grübelnd vor Hirse, Amarant, Quinoa und Co. und frage mich, inwieweit was und wofür wohl am schmackhaftesten und gesündesten ist. Mittlerweile habe ich mich so viel damit beschäftigt, dass ich wohl ein kleines Buch füllen könnte. Bevor ich euch mit Informationen überschütte, gebe ich euch aber hier lieber einen Kurzüberblick über meine Lieblingskörner: Bei meinen Expeditionen ins Google-Land und die Bücherei habe ich vor …

Schokoküchlein – fertig in 5 Minuten und das mit Backen!

Ich gebe es zu, ich bin ein Schokomonster. Eines, das sich ohne seine Lieblingsnahrung ganz hilflos fühlt. Die Sätze, mit denen man mich am meisten erschrecken kann, lauten deshalb: „Du, ich hab mal das letzte Stück Schokolade genommen, du wolltest doch eh gesund leben, da hab ich mich geopfert“ (Bruder) oder „Ach, den Schokovorrat brauchtest du noch? Ich habe den für eine Geburtstagstorte verwendet“ (Mutter) oder „Ach Schokolade, ne, die habe ich vergessen mitzubringen, aber wir haben doch noch ganz viel (Mitbewohnerin, unwissend, dass ich schon alle Schokolade zum Verdunsten gebracht habe) Der letzte Satz war leider diesen Sonntag aktuell. Ich saß also ganz hilflos, erschrocken vor meinem Rechner. Vor mir ein riesen Berg Unikrams. Aber als wahres Schokomonster habe ich nicht so schnell aufgegeben, sondern einfach mit viel Kakao ein schokoladenhaltiges Ersatzprodukt gebacken.  Dadurch, dass so wenig Zeit war, wollte ich einen schnellen und raffinierten Tassenkuchen in der Mikrowelle zaubern. Schnell, nun ja, wenn so eine Idee umgesetzt werden muss, soll sie ja auch gut werden. Die Zubereitung habe ich deshalb so lange wiederholt, …

Fliederbeersaft

Vielleicht ist es altmodisch, aber ich lege jeden Herbst im Keller einen kleinen Wintervorrat an. Selbstgekochtes Apfelmus, viele verschiedene Beeren, Schlehensaft, Apfelsaft und natürlich Fliederbeersaft sind dort zu finden. Diese Woche habe ich den Fliederbeersaft hergestellt. Erst bin ich zwei Stunden über Felder gelaufen und habe die Beeren gesucht, dann habe ich sie drei Stunden ausgelesen und schließlich gekocht. Nun habe ich unzählige Flaschen und lila Hände. Warum ist Fliederbeersaft für Sportler gesund? Fliederbeersaft wirkt antioxidativ und stärkt das Immunsystem. Das liegt vor allem an einem hohen Gehalt von Anthocyanen. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, die den Beeren die blaue Farbe verleihen. Vielleicht kann man sie sich am besten als kleine blaue Schutzschilder vorstellen, die freie Radikale fangen und damit unsere Zellen schützen. Außerdem wirken sie entzündungshemmend. Eine Eigenschaft, die besonders für uns Sportler sehr, sehr wichtig ist. Wie stellt man Fliederbeersaft her? 1 kg Fliederbeeren ergeben etwa 500 ml Saft. Zusätzliche Zutaten: Zucker nach Geschmack, Zimt und ein wenig Wasser Schritt 1: Die Fliederbeeren von Stielen und Rispen befreien, sodass nur die kleinen Beeren übrig …

Salat zum Frühstück, geht das?

Salat essen wir hier in Deutschland meist zum Mittag oder zu Abend. Aber nie zum Frühstück. Ich frage mich, warum eigentlich nicht? Gerade das Frühstück ist unsere wichtigste Mahlzeit, denn sie trägt ziemlich viel zu unserer täglichen Leistungsfähigkeit bei! Wer das richtige frühstückt aktiviert gleich am Morgen seinen Stoffwechsel. Dadurch hat man am Tag weniger Heißhunger, mehr gute Laune und mehr Energie. Wie kommt man auf so eine Idee?? Neulich stand ich nach einem frühstückslosen Dauerlauf immer noch recht verschlafen in der Küche, als meine Mitbewohnerin mit ihrem Sprachlernpartner hereinkam. (Sie hilft ihm Deutsch zu lernen, er bringt uns auf merkwürdige Ideen. Ein guter Deal finde ich.) Ich schnippelte Obst und rührte Quark, er beugte sich über die Schüssel, blickte mit großen Augen hoch: „Rüüühei?“ Ich: „Nein, Quark mit Beeren, dass ist super gesund!“ Er schaute irritiert in die Gegend: „Ohne Salat?“ Ich: „Salat zum Frühstück?“ Er: „Ja, immer ich frühstücke Salat“ Im Nachhinein frage ich mich, ob er Mittagessen und Frühstück verwechselt hat oder ob er Salat für das richtige Wort für irgendetwas anderes …

Beerenquark-Power-Frühstück

Ein Leben ohne Frühstück ist möglich, aber sinnlos. Seht ihr das auch so? Ich brauche es jedenfalls, sonst bin ich den ganzen Tag leicht biestig vor Hunger. Mein Frühstück sollte deshalb satt machen und mir alle nötigen Nährstoffe geben, die ich für den Tag, der vor mir liegt brauche. Das einzige was ich seltsamerweise ohne Frühstück  kann, ist  aufstehen und einen Dauerlauf absolvieren. (Meist schweigend mit knurrendem Magen, aber es ist möglich) Mein Tag sieht dann meist so aus: 7.50 Wecker klingeln, in die Laufsachen schlüpfen, Frühstück schnippeln und um 8.00 vor der Tür in der Sonne die Turnschuhe schnüren. Heute Morgen habe ich es sogar bis ans Meer geschafft. Mit dem Rad, Magenknurren und ohne Frühstück.. Dort habe ich es dann aber ausgiebig nachgeholt! Ihr fragt euch warum ich überhaupt nüchtern trainiere? Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens klingelt mein Wecker meist zu spät, um es noch rechtzeitig zu schaffen ohne das meine Trainingspartner warten müssen und der wichtigere Grund: Es hilft dem Fettstoffwechsel. Dadurch, dass ich nüchtern trainiere, lernt mein Körper auch Energie …

Smoothie-Eis

Was gibt es bei diesem Wetter besseres als ein super leckeres gesundes Eis? (Richtig, ein super leckeres, gesundes Eis in der Sonne! )  Ich habe grad mal meinen Lieblingssmoothie in gefrorener Form probiert und es schmeckt fantastisch! Das Ganze ist allerdings aus der Not entstanden, etwas zu finden, das nicht als Süßigkeit gilt. Denn im Moment habe ich eine Wette mit meiner lieben Trainingskollegin am laufen. Den ganzen Mai ohne Süßigkeiten, ansonsten steht eine sehr schreckliche Strafe an. Und der will ich unbedingt entgehen! Aber es ist so schwer ohne Schokolade zu leben und wirklich fiesi wenn alle mit ihrem Eis in der Sonne sitzen… Hier kommt deshalb die Rettung! Zutaten für zwei Portionen: 1 Banane 200g gefrorene Beeren 1 EL Zitrone 100ml Kokosmilch 50ml Orangensaft Zubereitung: Die Zubereitung ist sehr simpel: Zerkleinert alle Zutaten in einem Mixer oder mit dem Pürierstab und genießt das fantastische Eis! Je kälter die Zutaten, desto fester wird es, wenn ihr beispielsweise die Banane für einige Stunden ins Gefrierfach legt wird das Eis noch cremiger. Ihr solltet die Banane …

Schnelle, gesunde Pizza

Schnelle, gesunde Pizza Kennt ihr das, ihr öffnet die Tür und euch empfängt der Geruch von Oregano, Tomate und knusprig knackigem  Hefeteig?   Ich liebe das!   Nach Hause kommen und selbstgebackene Pizza riechen. Das schmeckt nach Heimat, und gemütlichem Zusammensitzen. Letztens kam ich wieder nach Hause und es roch so himmlisch. Aber beim Essen kam mir dann der Gedanke, ob ich die Pizza nicht noch optimieren könnte. Das Familientraditionsrezept meiner Oma  hat einen einfachen Dinkelhefeteig als Boden, dann eine selbstgemachte Sauce  aus Tomaten und als Belag alles was noch so da ist. Wahrscheinlich das Rezept vieler Familie.  (Ok, viele nehmen auch gekauften Teig, aber liebe Teigkäufer: Ein Hefeteig dauert weniger als fünf Minuten in der Zubereitung und Jaaaaa er muss gehen, aber das kann er schon alleine! ) Aber was wäre, wenn man den Boden durch mehr Gemüse und noch gesünderen Körnern ersetzt? Und die Sauce könnte die nicht auch etwas mehr Pepp bekommen! Naja ich habe dann einen Blumenkohlteig getestet. (Bisher nicht empfehlenswert, nicht mal der Nachbarshund wollte den Rest, aber ich arbeite daran…) Nach …

Öko Test hat Superfoods getestet und ich den Artikel von Öko Test. Hier lest ihr was wirklich bedenklich ist.

  Immer wieder gibt es Meldungen über DIE gesunde Ernährungsweise. DAS Überprodukt. Ich glaub da ja nicht dran. Kleinkram macht es halt aus. Viele gute Produkte ergeben insgesamt eine gesunde Lebensweise. Aber immer wieder gibt es einen Hype um bestimmte Produkte, und dann die Gegenbewegung, die die ultra guten Produkte wieder verteufelt. Da bleibt für mich am Ende oft nur Verwirrung und der Wunsch nach einem Labor um selbst zu testen. Hab ich aber nicht. Was aber jeder kann, ist Testberichte lesen, den gesunden Verstand und den Selbsttest fragen. Bis jetzt gibt es kaum wirklich fundierte Artikel über Superfoods. Umso glücklicher war ich deshalb, als vor kurzer Zeit endlich ein vielversprechender Artikel in der Zeitschrift Öko Test erschien. Ich dachte, jetzt würde sich endlich herausstellen, wie gut die Produkte wirklich im Vergleich sind. Aber Fehlanzeige. Es ging nur um sechs schädliche  Inhaltsstoffe, die kein alleiniges Problem von Superfoods sind, sondern in vielen unserer Standardnahrungsmittel auftauchen. Bedenklich sind sie aber dennoch! Darauf wurde getestet: Cadmium, Blei, Mineralöle, Pestizide, PAK, Keime Das ist der Haken: Blei, Cadmium …

Besser als ein Lauf im Sonnenschein – Brownies

Der Geschmack von Schokolade, das Gefühl wenn sich  die Zähne in die samtig zarten Kuchenstückchen graben. Unvergleichlich. Bis zu dem Augenblick, an dem auch der letzte Krümel verdrückt und der letzte Schoki verschmierte Finger abgeleckt ist. Dann kommt bei mir oft das schlechte Gewissen und erzählt in der Stimme von meinem Trainer wie unglaublich viel Ungesundes da gerade verschwunden ist…. Sehr furchtbar, denn ich liebe Schokolade und Kuchen und Kekse und würde mich am liebsten davon ernähren. Damit es ein bisschen gesünder ist, probiere ich immer wieder neue gesunde Kuchenzusammensetzungen aus und verunstalte meine kleine Küche. Das rumkneten und zusammenrühren ist eine meiner  liebsten Beschäftigungen zwischen zwei harten Trainingseinheiten.  Klar, ab und zu schmecken die Ergebnisse… ähhh interessant…, wie zum Beispiel ein glutenfreies- zuckerfreies- Kürbisbrot, das sich einfach geweigert hat aufzugehen, oder ein Schokokuchen bei dem ich die Idee hatte Koriander statt Zimt zu verwenden. Wenn etwas klappt,  dann möchte ich natürlich am liebsten mit allen das Ergebnis teilen. Dummerweise wollen auch immer alle etwas haben, sodass am Ende viel zu wenig übrigbleibt. Die Brownies, …

Trainingslager & Chia-Pfannkuchen

Seit drei Tagen befinde ich mich im Läuferwohlfühlort Monte Gordo an der Algave. Früher haben hier nur braungebrannte Dauerurlauber gewohnt, mittlerweile rennen aber ganze Massen von Läufern an den mollig weichen, ewig weiten, traumhaften Sandstrand. Ich genieße die Zeit in der Sonne sehr! Zwar ist das Training wirklich hart, aber wunderschön, zwischen den Pinien im Wald oder direkt am Meer. In meinen ersten Trainingslagern hatte ich meistens dauerhaft Muskelkater. Jetzt trainiere ich härter, kann mich aber danach immer noch bewegen. Vielleicht liegt es an den leckeren, gesunden Dingen die wir uns hier selbst kochen. Wir haben uns bewusst gegen eine Halbpension entschieden, um jeden Tag ausgewogen und leistungsfördernd zu essen. Heute Mittag gab es zum Beispiel Chia-Pfannkuchen. Unter den Läufern ist dieses Rezept sehr verbreitet. Die richtige Mischung ist allerdings nicht so einfach, denn Chia-Pfannkuchen lieben es beim Wenden zu zerfallen. Dieses Rezept ist fast zerfallfrei: Für 2 Portionen: 4 Eier 3 Bananen 1 EL Chia-Samen Eventuell: 1 Handvoll Beeren und ein wenig Reisprotein Zubereitung: Bananen und Eier zermixen, Chia-Samen und, wenn man hat, ein …