Autor: Laufbiest

Kürbis – Warum er im November mein Lieblingsgemüse ist –

Läufer sind ja oft sparsam und bodenständig. Zumindest ist das ein immer wieder zutreffendes Stereotyp (das ich meistens auch selbst absolut bestätige)… Deshalb finde ich, dass Kürbisse super zu uns passen. Die sind schließlich auch bodenständig. Und momentan günstig. Und regional. Und ballaststoffreich, mineralstoffreich und vitaminreich. Und vor allem lecker! Meist landet der Kürbis bei mir als Ofengemüse oder Suppe auf dem Teller, aber heute Morgen gab es ihn auch mal als leckeres Brot zum Frühstück – mit selbstgemachter Himbeermarmelade. Für Abwechslung auf dem Frühstückstisch gibt es nichts Besseres! Es ist ziemlich schnell gemacht und besser als vom Bäcker   Zutaten für ein optimal goldig gebräuntes, knusprig, luftig leichtes Kürbisbrot:   Zum Vorbereiten: 300 g Kürbisfleisch (Hokkaido geht am besten) 4 EL Wasser Für den Hefeteig: 500 g Mehl (z.B. Dinkelmehl) 1 Päckchen Hefe 3 EL flüssiger Honig 1 gestrichener TL Salz 70 ml Olivenöl oder Kokosöl Kürbisfleisch kleinschneiden und mit dem Wasser weich dünsten (das dauert ca. 10 Minuten) Kürbis kleinstampfen oder pürieren Mehl, Hefe und Salz mischen und anschließend Öl, Honig und Kürbis …

Mein erster Triathlon, mit ungefähr 100 Anfängerfehlern

  „5 Minuten bis zum Start“, höre ich es dumpf über das Wasser schallen. Ich stehe an einem mitteltrüben, mitteleinladenen Kanal mitten in Schleswig-Holstein und liefere mir ein Blickduell mit dem Wasser. Die Sonne scheint, der Kanal hat 18° und trotzdem zittern meine Knie wie nach einem Tempodauerlauf. Nur habe ich mich noch gar nicht bewegt. Ich habe nur verdammt viel Respekt vor 300 gefährlich unter ihren Schwimmbrillen hervorlugenden Triathleten. Immer wieder rede ich mir ein, dass es Spaß machen wird. Dass ich das freiwillig mache. Dass die anderen bestimmt auch nicht so professionell sind wie sie aussehen. Hilft nicht. „3 Minuten!“, höre ich den Sprecher sagen. Ich schaue auf und stehe plötzlich sehr einsam am Rand. Viele andere schwimmen schon im Wasser vor einem Band vor und zurück. Offenbar die Startlinie. Vor lauter Aufregung den Start zu verpassen springe ich doch in das sehr kalte Wasser. Mir fällt es aus irgendeinem Grund immer seeehr schwer das zu tun. Es fühlt sich immer so… nass an.  2 Minuten. Ich sehe nur Neoprenanzüge. Wo soll ich …

Fliederbeersaft

Vielleicht ist es altmodisch, aber ich lege jeden Herbst im Keller einen kleinen Wintervorrat an. Selbstgekochtes Apfelmus, viele verschiedene Beeren, Schlehensaft, Apfelsaft und natürlich Fliederbeersaft sind dort zu finden. Diese Woche habe ich den Fliederbeersaft hergestellt. Erst bin ich zwei Stunden über Felder gelaufen und habe die Beeren gesucht, dann habe ich sie drei Stunden ausgelesen und schließlich gekocht. Nun habe ich unzählige Flaschen und lila Hände. Warum ist Fliederbeersaft für Sportler gesund? Fliederbeersaft wirkt antioxidativ und stärkt das Immunsystem. Das liegt vor allem an einem hohen Gehalt von Anthocyanen. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, die den Beeren die blaue Farbe verleihen. Vielleicht kann man sie sich am besten als kleine blaue Schutzschilder vorstellen, die freie Radikale fangen und damit unsere Zellen schützen. Außerdem wirken sie entzündungshemmend. Eine Eigenschaft, die besonders für uns Sportler sehr, sehr wichtig ist. Wie stellt man Fliederbeersaft her? 1 kg Fliederbeeren ergeben etwa 500 ml Saft. Zusätzliche Zutaten: Zucker nach Geschmack, Zimt und ein wenig Wasser Schritt 1: Die Fliederbeeren von Stielen und Rispen befreien, sodass nur die kleinen Beeren übrig …

Salat zum Frühstück, geht das?

Salat essen wir hier in Deutschland meist zum Mittag oder zu Abend. Aber nie zum Frühstück. Ich frage mich, warum eigentlich nicht? Gerade das Frühstück ist unsere wichtigste Mahlzeit, denn sie trägt ziemlich viel zu unserer täglichen Leistungsfähigkeit bei! Wer das richtige frühstückt aktiviert gleich am Morgen seinen Stoffwechsel. Dadurch hat man am Tag weniger Heißhunger, mehr gute Laune und mehr Energie. Wie kommt man auf so eine Idee?? Neulich stand ich nach einem frühstückslosen Dauerlauf immer noch recht verschlafen in der Küche, als meine Mitbewohnerin mit ihrem Sprachlernpartner hereinkam. (Sie hilft ihm Deutsch zu lernen, er bringt uns auf merkwürdige Ideen. Ein guter Deal finde ich.) Ich schnippelte Obst und rührte Quark, er beugte sich über die Schüssel, blickte mit großen Augen hoch: „Rüüühei?“ Ich: „Nein, Quark mit Beeren, dass ist super gesund!“ Er schaute irritiert in die Gegend: „Ohne Salat?“ Ich: „Salat zum Frühstück?“ Er: „Ja, immer ich frühstücke Salat“ Im Nachhinein frage ich mich, ob er Mittagessen und Frühstück verwechselt hat oder ob er Salat für das richtige Wort für irgendetwas anderes …

14 Tage am Meer und auf dem Rad . Ostseeküsten Radwanderweg komplett. Dänemark bis Polen.

Morgens, wenn ich aufwache höre ich die Möwen. Manchmal auch das Meer, je nachdem wie dicht mein Zelt gerade am Wasser steht. Bei Regen und Wind bin ich in Flensburg, an der Grenze zu Dänemark losgeradelt ohne genau zu wissen wie weit und wohin ich es schaffe. Über alle großen und kleinen, schönen und düsteren Orte an der Ostseeküste bin ich gefahren. Ich habe unglaublich nette Menschen getroffen, unzählige Radfahrer gegrüßt und sogar versucht mit einem norddeutschen Fischer zu dikutieren.“ Moin“, „Jau“ „dat wird schon“  hat er gesacht während ich unter seinem Fischstand hervor Regentropfen gezählt habe.. Wahrscheinlich sein Jahresvorrat an Worten. Jeden Abend ab 17 Uhr habe ich angefangen nach Campingplätzen Ausschau zu halten. Zwischen 18  und 20.30 Uhr habe ich immer einen gefunden. Sehr viele waren wunderschön und direkt am Meer, einige waren ähh interessant. Der schönste war in Hohenfelde. Ein 5 Sterne Campingplatz, wer hätte gedacht das es sowas gibt! Generell waren die Campingplätze in Schleswig-Holstein schöner als die in Mecklenburg-Vorpommern und das sage ich nicht nur aus Heimatliebe! Dafür hat Mecklenburg-Vorpommern …

Was macht man als Sportler, wenn man eine Verletzung überstanden hat und ein ganzer freier Sommer vor einem liegt?

Seit zwei Wochen darf ich wieder langsam mit dem Training beginnen, aber es ist definitiv zu wenig um mich auszulasten. Ich habe also überlegt, wie ich meine Semesterferien starten kann. Dinge die mir dazu so einfielen waren: Kite surfen lernen, eine Alpenquerung, eine Kurzgeschichte schreiben, Stricken, irgendwo ganz weit weg nur mit Rucksack oder eine ewig weite Radtour. Da ich nach meiner Verletzung nicht so über 20 km am Tag gehen wollte, habe ich mich für die ewig weite Radtour entschieden. So weit ich Lust habe und wohin es sich gut rollt. Angefangen habe ich in Flensburg. Seit drei Tagen bin ich nun immer die Ostseeküste entlang geradelt und werde das auch noch eine ganze Weile weiter verfolgen. Auf jeden Fall noch bis Travemünde und von dort vielleicht ab ins Binnenland und  weiter über Lüneburg bis Kassel. Je nachdem wo grad guter Rückenwind weht. Rückenwind habe ich bisher recht wenig. Ganz anders als ich dachte. Denn in meiner Vorstellung war der Ostseeküstenradwanderweg flach, gut zu finden und natürlich sonnig. Als ich dann bei Regen unter …

Schwimmen als Läufer -lass die Welt ein bisschen stiller werden-

Schwimmen als Läufer -lass die Welt ein bisschen stiller werden- Ich tauche unter, lasse mich fallen und schwebe durchs Wasser. Über mir Licht unter mir Dunkelheit. Wenn ich die Arme nach vorne strecke, tanzen dort Sonnenstrahlen in hellen Mustern. Ich spüre ihre Wärme, selbst durch das kühle Wasser. Die Wasseroberfläche über mir wird wieder still, als hätte mich das Wasser verschluckt. Verschluckt und dann die Zeit angehalten. Mein heutiger Blogeintrag handelt wie ihr merkt vom Schwimmen. Aber nicht davon wie andere schwimmen, heute möchte ich nur schreiben was meine Gründe sind, als Läuferin unterzutauchen: Erster Schwimmgrund: Mein Leben ist oft ein wenig  hektisch. Ich habe so viele Ideen, so viel was ich noch machen möchte, dass ich oft nur in diesen kleinen Augenblicken beim Sport wirklich zur Ruhe komme. Im Alltag laufe ich an auf dem Wasser schimmernden Lichtern vorbei. Beim Sport sehe ich sie wirklich. Meist beim Laufen, jetzt wo das nicht geht beim Schwimmen. Die Stille unter Wasser ist für mich wie eine kleine Auszeit. Dann fällt alles was mich belastet einfach ab. …

Beerenquark-Power-Frühstück

Ein Leben ohne Frühstück ist möglich, aber sinnlos. Seht ihr das auch so? Ich brauche es jedenfalls, sonst bin ich den ganzen Tag leicht biestig vor Hunger. Mein Frühstück sollte deshalb satt machen und mir alle nötigen Nährstoffe geben, die ich für den Tag, der vor mir liegt brauche. Das einzige was ich seltsamerweise ohne Frühstück  kann, ist  aufstehen und einen Dauerlauf absolvieren. (Meist schweigend mit knurrendem Magen, aber es ist möglich) Mein Tag sieht dann meist so aus: 7.50 Wecker klingeln, in die Laufsachen schlüpfen, Frühstück schnippeln und um 8.00 vor der Tür in der Sonne die Turnschuhe schnüren. Heute Morgen habe ich es sogar bis ans Meer geschafft. Mit dem Rad, Magenknurren und ohne Frühstück.. Dort habe ich es dann aber ausgiebig nachgeholt! Ihr fragt euch warum ich überhaupt nüchtern trainiere? Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens klingelt mein Wecker meist zu spät, um es noch rechtzeitig zu schaffen ohne das meine Trainingspartner warten müssen und der wichtigere Grund: Es hilft dem Fettstoffwechsel. Dadurch, dass ich nüchtern trainiere, lernt mein Körper auch Energie …

Was ich vergessen habe.

Ein herber Schlag. Ich darf und kann die nächsten 6 Wochen nicht mehr laufen. Keinen verdammten einzigen Schritt. Ihr fragt euch wie das passieren konnte? Jemandem der optimale Blutwerte, optimales Training und eine sehr gute Trainingsbetreuung hat? Ja es gibt da eine Komponente die ich vergessen habe. Die  Physiotherapie oder Osteopathie. Seit Wochen habe ich Probleme auf der rechten Körperseite. Angefangen mit einem einseitig  verspannten Rücken (Wo um alles in der Welt bekommt man sowas eigentlich her??) hatte ich dann Probleme im Ischias Nerv (Ein typischer Läuferschmerz, der uns vom langen Sitzen abhält…) dann auch im Tractus iliotibialis, schließlich im Knie und dann im Fuß. Aber ich bin ja stark, vielleicht sogar ein Biest. Jedenfalls habe ich immer fleißig weiter drauf trainiert, ausdauernd über die Blackroll gerollt (Die wirklich gut hilft, wenn es nicht schon zu starke Probleme sind) und beim Auftreten ausgeatmet. (Hilft ungemein gegen den Schmerz) Aber zum Physiotherapeuten bin ich nicht gegangen. Ich hatte im Moment keinen guten in naher Umgebung und wollte mir keinen neuen suchen. Die Wettkämpfe liefen. In Anbetracht …

Smoothie-Eis

Was gibt es bei diesem Wetter besseres als ein super leckeres gesundes Eis? (Richtig, ein super leckeres, gesundes Eis in der Sonne! )  Ich habe grad mal meinen Lieblingssmoothie in gefrorener Form probiert und es schmeckt fantastisch! Das Ganze ist allerdings aus der Not entstanden, etwas zu finden, das nicht als Süßigkeit gilt. Denn im Moment habe ich eine Wette mit meiner lieben Trainingskollegin am laufen. Den ganzen Mai ohne Süßigkeiten, ansonsten steht eine sehr schreckliche Strafe an. Und der will ich unbedingt entgehen! Aber es ist so schwer ohne Schokolade zu leben und wirklich fiesi wenn alle mit ihrem Eis in der Sonne sitzen… Hier kommt deshalb die Rettung! Zutaten für zwei Portionen: 1 Banane 200g gefrorene Beeren 1 EL Zitrone 100ml Kokosmilch 50ml Orangensaft Zubereitung: Die Zubereitung ist sehr simpel: Zerkleinert alle Zutaten in einem Mixer oder mit dem Pürierstab und genießt das fantastische Eis! Je kälter die Zutaten, desto fester wird es, wenn ihr beispielsweise die Banane für einige Stunden ins Gefrierfach legt wird das Eis noch cremiger. Ihr solltet die Banane …