Lauffutter
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Fliederbeersaft

Vielleicht ist es altmodisch, aber ich lege jeden Herbst im Keller einen kleinen Wintervorrat an. Selbstgekochtes Apfelmus, viele verschiedene Beeren, Schlehensaft, Apfelsaft und natürlich Fliederbeersaft sind dort zu finden.

Diese Woche habe ich den Fliederbeersaft hergestellt. Erst bin ich zwei Stunden über Felder gelaufen und habe die Beeren gesucht, dann habe ich sie drei Stunden ausgelesen und schließlich gekocht. Nun habe ich unzählige Flaschen und lila Hände.

Warum ist Fliederbeersaft für Sportler gesund?

Fliederbeersaft wirkt antioxidativ und stärkt das Immunsystem. Das liegt vor allem an einem hohen Gehalt von Anthocyanen. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, die den Beeren die blaue Farbe verleihen. Vielleicht kann man sie sich am besten als kleine blaue Schutzschilder vorstellen, die freie Radikale fangen und damit unsere Zellen schützen. Außerdem wirken sie entzündungshemmend. Eine Eigenschaft, die besonders für uns Sportler sehr, sehr wichtig ist.

Wie stellt man Fliederbeersaft her?

1 kg Fliederbeeren ergeben etwa 500 ml Saft.

Zusätzliche Zutaten: Zucker nach Geschmack, Zimt und ein wenig Wasser

Schritt 1: Die Fliederbeeren von Stielen und Rispen befreien, sodass nur die kleinen Beeren übrig bleiben. Mit Stielen wird der Saft bitter.

Schritt 2: Die Fliederbeeren durch ein Sieb drücken oder mit einer Passiermühle passieren. Den so entstandenen Saft mit Zucker und Zimt aufkochen und etwa 3 Minuten unter Rühren köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Ich gieße über die ausgedrückten Beeren noch ein wenig kochendes Wasser, um auch noch die letzten Saftreste zu gewinnen.

Schritt 3: Die noch heiße Flüssigkeit in saubere, heiß ausgespülte Flaschen füllen. Die Flaschen gut verschließen. Angebrochene Flaschen im Kühlschrank aufbewahren und möglichst rasch verbrauchen.

Ich trinke den Saft am liebsten verdünnt mit heißem Früchtetee und ein wenig Honig.

 

Ihr seht es ist eine recht mühselige Arbeit, die lila Hände vom Beeren pulen und die Schrammen vom Pfücken sind aber schon bei der ersten Tasse heißem Fliederbeersaft wieder vergessen!

Bis bald,

euer etwas zerschrammtes, glücklich vor sich hin gärtnerndes Laufbiest

P.S. Fliederbeersaft ist dasselbe wie Holunderbeersaft.

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