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Bestzeit, ein fünfter Platz bei den Deutschen Meisterschaften und endlich Semesterferien !

Heute Morgen bin ich mit dem Rennrad durch die vereisten Felder meiner Heimatstadt gefahren und habe den Wettkampf Revue passieren lassen. Rennrad fahren ist für mich das, was für andere Sauna ist. -Entspannen, genießen und zur Ruhe kommen (zumindest innerlich, meine Muskeln sehen das anders, aber die haben hier nichts zu sagen)

Zur Ruhe kommen konnte ich die letzten Wochen nicht. Immer musste ich lernen, trainieren, und meine neue Wohnung gestalten. Deshalb sah das Training eher aus wie ein Schweizer Käse. Mal konnte ich trainieren, dann wieder viel zu lange nicht.

Jetzt endlich kann ich das machen was ich will und durchtrainieren!

Während ich mich einen wirklich hohen Berg hochkämpfte (mindestens 10m, also eine wahre Erhebung als echte Norddeutsche) musste ich daran denken wie hart der Vorlauf war. Ich bin im dritten Lauf gestartet. Jeder wollte dort schnell sein, aber auch niemand die Tempoarbeit übernehmen. Zwischen Ellenbogen in den Bauch, Spikes ins Bein und beißen war alles dabei. (ok, beißen war übertrieben) Aber trotzdem, so ein Gerangel um die vorderen Plätze habe ich selten erlebt. Im Ziel war ich völlig am Ende und unfassbar glücklich den Finaleinzug erkämpft zu haben.

Abends gab es dann Aufbaufutter bei einem super leckeren Veganer in Leipzig. (der Laden heißt Symbiose, ((absolut ungesponserter, unbefangener Tipp für Leipziger)) Mir taten furchtbar die Beine weh und nach den ganzen letzten Nächten, die ich für meine Bio-Psychologie Klausur durchgelernt habe war ich ultra müdi.

Ultra müde startete auch der nächste Tag, bei dem ich fast über meinen Haferflocken einschlief und statt einzulaufen viel lieber eingeschlafen wäre.

Nach 20 Minuten einlaufen am Fluss ging es mir wieder besser. Und die Vorfreude wurde größer.

Die letzten Minuten waren zäh und lang, die Vorstellung der Sportler empfinde ich immer als ewig und ich kann dann kaum noch stillstehen. In dem Video das den gesamten Lauf zeigt gut zu sehen.

Der Startschuss brachte Erlösung.

Wie immer habe ich ihn trotzdem verschlafen. Am Anfang fand ich mich also ganz am Ende des Feldes, konnte mich aber schon nach 60m wieder an Position vier einordnen. Dort blieb ich brav in einer Reihe mit den anderen, ganz ohne Ellenbogen Stöße und beißen.

Zwischendurch rutschte ich auf Rang Fünf ab, und konnte diesen Platz auch am Ende durch einen beherzten Überholversuch nicht mehr ausgleichen. Vielleicht, hätte ich früher angesetzt, früher überholt, mich nicht überholen lassen. Vielleicht wäre es dann noch weiter nach vorne gegangen. Den Vierten Platz verpasste ich um eine Hundertstel Sekunde. (weniger als eine Nasenlänge) den dritten um 0,49 den zweiten um 0.61 Sekunden. Aber ich habe alles gegeben. Ich habe eine neue Persönliche Bestzeit erreicht und fünftschnellste wird man auch nicht jeden Tag! Also bin ich sehr glücklich mit meiner Leistungsentwicklung!

Ab Donnerstag werde ich in Portugal trainieren und dort zwei Wochen meine Leistung verbessern. Bis dahin fahre ich Rennrad, koche und genieße die Semesterferien!

Hier findet ihr das gesamte Rennen

Deutsche Hallenmeisterschaften

Deutsche Hallenmeisterschaften

 

Bis bald,

euer Laufbiest

1 Kommentare

  1. Gratulation zur neuen PB und dem klasse Resultat!! Mach weiter so und genieß die Semesterferien mit viel Training!

    Liebe Grüße aus Kapstadt,

    ein Schleswig-Holsteiner 😉

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